Tromsø – NORWAY

Spontane Pläne sollen ja angeblich die Besten sein. Gesagt – getan. Auf gehts, meine Freundin Ilse für eine Woche im wünderschönen Norwegen besuchen. Die Reise ging in den hohen Norden, nach Tromsø. Die Stadt ist vor allem für ihre atemberaubende Sicht auf die Nordlichter bekannt. Meine Freundin Ilse hat einen der tollsten Jobs auf der Welt, um den sie wahrscheinlich nahezu jeder beneidet: Sie ist Guide für Nordlichttouren!

Was sind eigentlich die Nordlichter und wie entstehen sie? Wissenschaftlich werden sie Aurora Borealis genannt. Es sind sogenannte Lichterscheinungen, die durch das Auftreffen geladener Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosphäre in den Polargebieten hervorgerufen wird. Zu sehen sind sie hauptsächlich in Skandinavien, Nord-Schottland, Svalbard, Island, Grönland, Kanada, Alaska und Nordsibirien. Doch die Lichter sind nicht das ganze Jahr zu sehen. Die „Polarlichtsaison“ beschränkt sich auf das Winterhalbjahr, wo nördlich des Polarkreises die Polarnacht herrscht. Während der Polarnacht bleibt der Himmel für mehrere Monate dunkel, da die Sonne unter dem Horizont steht. Auch während meiner Zeit in Tromsø sah ich eine Woche lang keine Sonne. Das war wirklich sehr ungewohnt, denn man hat die ganze Zeit das Gefühl, der Tag neigt sich dem Ende aufgrund der Dunkelheit. Es war nur für ein paar Stunden etwas heller, zwischen 11 Uhr und 13:30 Uhr, dann trat erneut die Dunkelheit ein. Ab Mitte April herrscht die Mitternachtssonne in Tromsø, was bedeutet, dass es dann nie richtig dunkel wird. Das würde mir persönlich besser gefallen als das es nie hell wird 😉 Der beste Zeitraum für eine Polarlichtreise ist laut Statistiken September, Oktober und März, da in diesem Zeitraum die Lichter wohl am hellsten sind. Ich war Anfang bis Mitte Dezember in Tromsø und habe atemberaubende Lichter gesehen 🙂 Im Allgemeinen kann man die Lichter von September bis März in unterschiedlichen Stärken am Himmel sehen.

 Northern Lights

Tromsø ist mit 70 000 Einwohnern die größte Stadt Nordnorwegens und gleichzeitig auch die größte Stadt nördlich des Polarkreises. Die Stadt liegt auf einer Insel im Balsfjord und ist durch eine 43 Meter hohe Brücke mit dem Festland verbunden. Tromsø wird auch „Paris of the North“ genannt. Der Name entstand im 19. Jahrhundert, als sich die Stadt in ihrer kulturellen Blüte befand. Da man sich auch im hohen Norden die neuesten Fashiontrends aus Paris und Europa leisten konnte, gab man der Stadt den Namen „Paris of the North“. In Tromsø findet man die nördlichste Universität der Welt, wo man zwischen vielen verschiedenen Studiengängen wählen kann, wie zum Beispiel „Arctic Animal Physiology“ oder „Energy and Climate“.

Tromsö

Die Stadt ist umgeben von unzähligen Inseln, atemberaubenden Bergen und tiefen Fjordlandschaften. Lange Weile kommt so schnell auch nicht auf. Es werden viele Aktivitäten geboten, wie zum Beispiel Nordlichttouren, Museen, Hundeschlitten Touren, Schneemobil fahren und vieles mehr. Während meiner Woche in Tromsø kam auch nie lange Weile auf. Am ersten Tag wanderten Ilse und ich unter Dauerschneefall auf den Fjellheisen. Von der Spitze des Berges kann man eine tolle Aussicht genießen! Auf unserem Heimweg durch die Stadt wurden wir von Nordlichtern begleitet.

Wanderung auf den Fjellheisen

Mittwoch Abend ging ich mit Ilse auf Nordlichttour. Zusammen mit Arctic Explorers fuhren wir nach Skibotn. Ausgestattet mit Kameras warteten wir auf die Nordlichter. Leider war es an diesem Abend sehr bewölkt und wir hatten keinen Erfolg die Lichter zu sehen. Trotz alle dem war es ein sehr schöner Abend. Wir saßen gemütlich am Lagerfeuer, machten tolle Fotos und hatten gute Unterhaltungen. Am nächsten Tag fuhren wir über Kvayøla nach Ersfjordbotn. Ein waaaaahnsinns Ausblick!

Ersfjordbotn und Ausblick

Ilse hat mir immer viel über Couchsurfing berichtet. Sie selbst reiste 3 Monate lang mit Couchsurfing durch die Welt und hat so viele positive Erfahrungen machen können. Also wurde ich neugierig und wollte Couchsurfing selbst einmal ausprobieren. Norwegen war dafür die perfekte Gelegenheit. Über das Couchsurfingportal schrieb ich verschiedene „Hosts“ an und hatte Glück. Nicolas nahm mich bei sich auf und war einfach nur so super gastfreundlich, ich war total verblüfft von so viel Offenheit, Vertrauen und Hilfsbereitschaft einem „Fremden“ gegenüber. Wir teilten uns sein Zimmer und er betonte immer wieder „please feel like home“. Einfach genial. Couchsurfing gibt einem die Möglichkeit, intensiver zu reisen. Man lernt Menschen aus der ganzen Welt kennen und erfährt eine Menge Gastfreundschaft. Wir unternahmen eine Nordlichttour nach Sommarøy und sahen atemberaubende Lichter, welche einem Feuerzauber am Himmel glichen.

Nordlichter über Sommaroy

Alle waren so offen, gastfreundlich und nett das es einfach nur Spaß gemacht hat neue Leute kennenzulernen und etwas zusammen zu unternehmen. Auf meinem Rückflug hatte ich eine faszinierende Aussicht auf Nordnorwegen. Ich konnte gar nicht mehr wegschauen, so begeistert war ich! Einen Trip nach Nordnorwegen kann ich nur empfehlen. Tromsø ist einer der besten Spots für Nordlichttouren und hat neben Kultur, Natur und Abenteuer viel zu bieten. Also, los gehts! Auf nach Tromsø!! 🙂

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